Das Münchner Startup Planet A Foods zeigt, wie Greentech auch im Lebensmittelbereich funktionieren kann: Gleich zwei Auszeichnungen innerhalb einer Woche zeigen, dass das junge Unternehmen mächtig auf Erfolgskurs ist – denn seine klimafreundliche Schokoladen-Alternative trifft voll den Nerv der Zeit.
Kakao-Krise als Innovationstreiber
Kakao wird weltweit immer knapper – durch Klimawandel, schlechte Arbeitsbedingungen und anfällige Lieferketten. Genau hier setzt Planet A Foods mit seiner Innovation Choviva an: Eine Schokolade ganz ohne Kakao, die stattdessen aus Sonnenblumenkernen besteht.
Diese Lösung spart nicht nur CO₂, sondern auch Wasser und Fläche – drei kritische Ressourcen in der konventionellen Kakao-Produktion.
Laut WWF trägt der Kakaoboom massiv zur Entwaldung bei – vor allem in Westafrika.
Gründerpreis & Game Changer Award: Doppelter Ritterschlag
Beim Deutschen Gründerpreis 2025 wurde Planet A Foods als einer von drei Finalisten in der Kategorie „Aufsteiger“ nominiert. Die Auszeichnung würdigt Unternehmen mit starkem Wachstum und gesellschaftlicher Wirkung. Getragen wird der Preis von der FAZ, ZDF, Sparkassen und Porsche – allesamt Größen der deutschen Wirtschaft und Medienlandschaft.
Zusätzlich holte sich Planet A Foods den Game Changer Award 2025 in der Sonderkategorie „Rising Star“. Dieser Preis, vergeben von Bain & Company und dem Manager Magazin, zeichnet Unternehmen mit disruptivem Potenzial aus – also Firmen, die ganze Branchen neu denken.
VIDEO: Planet A Foods bei der Greentech.LIVE Konferenz
Was macht Choviva zur Greentech-Innovation?
Das Produkt Choviva ist ein gutes Beispiel für ClimateTech im Alltag:
Keine Abhängigkeit von Kakao Weniger Emissionen durch lokale Produktion Bessere Skalierbarkeit bei steigendem globalen Schokoladenbedarf
Inzwischen ist Choviva bereits in über 60 Produkten enthalten – von Cerealien bis Backwaren. Bekannte Marken wie Riegelein, De Beukelaer und Piasten (Treets) setzen bereits auf die Innovation. Die internationale Expansion – vor allem in die USA und Asien – ist in Planung.
Kritischer Blick: Hype oder echter Wandel?
Zwar ist die Idee hinter Choviva vielversprechend, doch der langfristige Erfolg wird sich daran messen lassen, ob das Produkt auch geschmacklich überzeugt und zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden kann.
Auch die genaue Ökobilanz von Choviva im Vergleich zu Bio-Kakao oder Fairtrade-Produkten müsste unabhängig überprüft werden.Erste positive Medienechos gibt es, aber eine Transparenzoffensive wäre ein logischer nächster Schritt.
Forschung zu Alternativen in der Schokoladenproduktion wird auch von ETH Zürich und TU München vorangetrieben – doch unabhängige Studien zu Choviva fehlen bisher.
Fazit: Planet A Foods zeigt, wie gut Greentech schmecken kann
Planet A Foods beweist, dass greentech und ClimateTech nicht nur Hightech oder Energie betrifft – sondern direkt bei unseren Lebensmitteln ansetzen kann.
Mit Choviva zeigt das Startup, wie kluge Alternativen helfen können, Ressourcen zu sparen und globale Probleme wie die Kakao-Knappheit anzugehen.
Zwei Preise in einer Woche sind dafür ein starkes Signal – aber nachhaltige Wirkung braucht mehr als Auszeichnungen: Transparenz, Skalierung und echter Klimanutzen müssen die nächsten Schritte sein