Die deutsche Startup-Szene orientiert sich politisch nach wie vor stark in Richtung Nachhaltigkeit. Laut dem aktuellen Deutschen Startup Monitor (DSM) liegt Bündnis 90/Die Grünen mit 37,4 % weiterhin klar vorne – trotz eines Rückgangs um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Startups setzen weiter auf Nachhaltigkeit – Union gewinnt, FDP verliert

Deutlich zulegen konnte die CDU/CSU, die mit 22,9 % (plus 7,1 %) an der FDP vorbeizieht. Die Liberalen verlieren stark und landen nur noch bei 15,4 % (minus 6 %). Die SPD sowie Die Linke spielen mit jeweils 5,5 % in der Gründerszene nur eine Nebenrolle.

Politische Mitte bleibt stabil

Der Startup-Verband spricht von einem stabilen Bekenntnis der Gründer:innen zur politischen Mitte. Das bedeutet: Startups wollen klare Rahmenbedingungen, Technologieoffenheit und zugleich eine konsequente Klimapolitik, die Zukunftsmärkte wie Greentech und ClimateTech stärkt.

Kritischer Blick: Zwischen Anspruch und Realität

Die Zahlen zeigen, dass Nachhaltigkeit für Gründer:innen weiterhin eine hohe Priorität hat. Doch die Frage bleibt: Reicht ein „grünes Kreuz“ bei der Sonntagsfrage aus, wenn gleichzeitig viele Startups noch zu stark von fossilen Strukturen abhängig sind? Entscheidend wird sein, ob Politik und Gründer:innen gemeinsam dafür sorgen, dass Greentech und ClimateTech nicht nur Schlagworte bleiben, sondern echte Transformation vorantreiben.