„Beton, aber klimaneutral“ – Mit der KIT-Pilotanlage zum Recycling von Altbeton auf dem Weg zur industriellen Anwendung.
Beton neu gedacht: Wie das KIT den Klimakiller Zement entschärfen will
Beton ist überall – aber selten nachhaltig. Ob für Brücken, Hochhäuser, Parkplätze oder Autobahnen: Der Baustoff ist weltweit unverzichtbar. Doch seine wichtigste Zutat, der Zement, hat eine dunkle Seite. Rund zehn Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen stammen laut dem Global Carbon Project aus der Zementproduktion – mehr als der gesamte Luftverkehr verursacht.
Zement neu denken: KIT forscht an klimaneutralem Beton
Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet man an einer Lösung. Prof. Dr. Peter Stemmermann vom Institut für Technische Chemie erläutert in einem Campus-Report-Podcast, wie sich durch innovative Recyclingverfahren CO₂-Emissionen in der Betonherstellung drastisch senken lassen. Im Fokus steht eine Pilotanlage für Recyclingbeton, die am KIT bereits in Betrieb ist.
Das Ziel: Altbeton zerkleinern, verarbeiten und wiederverwerten – ohne auf neue, CO₂-intensive Zementmengen angewiesen zu sein. Der Clou: Bei der Verarbeitung wird weniger Energie verbraucht und gleichzeitig Kohlendioxid dauerhaft gebunden.
Recyclingbeton als Gamechanger?
Die Vision der Forscher:innen: Eine skalierbare Lösung für die Bauindustrie, mit der sich Beton klimaneutral herstellen lässt – ein echter Gamechanger für das Bauwesen, das bislang zu den CO₂-intensivsten Sektoren gehört.
Sollte sich das Verfahren durchsetzen, könnte es den Weg ebnen für eine CO₂-reduzierte Bauwirtschaft – ein essenzieller Schritt zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland und weltweit.